Historie
Das alte Metaponto entstand an der Stelle, an der heute die Kreuzung der Staatsstraßen 175 und 106 liegt, zwischen den Mündungen von Bradano und Basento. Hier siedelten gegen Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. bereits die Enotrier, spater kamen die Mykener, um Handelsbeziehungen aufzubauen. Wahrscheinlich siedelten sich im 8. Jh. v. Chr. die Griechen auf dem Hügel der Tavole Palatine an, die Stadt dagegen entstand etwas weiter im Süden im 7. oder 6. Jh. v. Chr. Metaponto war oft mit Sibari und Crotone verbündet und hatte einige Bedeutung fur den Handelvor allem für die Ausfuhr von Getreide, wie man auch an der Ähre auf den Miinzen der Stadt sieht. Niemand Geringeres als Pythagoras war in dieser Zeit hier zu Gast, und 532 v. Chr. verlegte er seine Philosophenschule von Crotone nach hierher, wo sie zwei Jahrhunderte lang aktiv blieb.
Auf einem Hügel, genau an der Stelle eines jungsteinzeitlichen Dorfes, befinden sich die "Tavole Palatine" - so wird traditionell der dorische Hera-Tempel aus dem 6. Jh. v. Chr. vor den Toren der Stadt bezeichnet. Von dem ursprünglichen Bau mit zwolf Saulen an den Flanken und sechs in der Front sind insgesamt 15 Saulen erhalten. Die Anlage wurde 1961 restauriert, die aufgerichteten Säulen werden auch «Colonne Palatine» genanntt. Überreste eines weiteren Tempels wurden in der Nahe des Gutshofes San Biagio gefunden.
Heute sind diese Schatze im Nationalmuseum für die Gegend von Metaponto zu sehen.
Wenn man auf der Staatsstraße 175 in Richtung Norden weiterfährt, trifft man links auf zwei Kammergräber aus dem 5. Jh. v. Chr.
Im Tempelbereich befinden sich vier Tempel: Vom Tempel C, der ins Jahr 580 v. Chr. zurückreicht, sind nur einige Blöcke und Bruchstücke der Verkleidung erhalten. Der Tempel B war vielleicht Hera geweiht, und der Tempel D möglicherweise Athene; von beiden sind nur die Umrisse zu sehen. In der Mitte steht das Heiligtum des Apollo Licio aus dem 6. Jh. v. Chr. im dorischen Stil, dessen ursprüngliche Front neu aufgebaut wurde (er hatte acht Säulen in der Front und siebzehn an den Seiten, außerdem wurden einige mehrfarbige Terrakottafragmente von der Verkleidung der Dächer gefunden). Zur Agora, nach Osten hin, erkennt man das Halbrund des Theaters, das wahrscheinlich im 6. Jh. v. Chr. errichtet und in der zweiten Hälfte des 4. Jh. v. Chr. renoviert wurde.
Die Region
Die einzige Region in Italien, mit zwei Namen – auch wenn Basilikata doch die Offizielle Bezeichnung ist -, ist ein Land, in dem die Geschichte von Natur und Mensch wichtige Spuren hinterlassen haben. In der Antike wurde es Lukanien genannt: sei es wegen seiner Wälder (lateinisch „lucus“) wegen der Bevölkerung – der „Liky“ (ein antikes „Volk aus Anatolien“) oder weil es ein Land war, in das ein Kriegervolk eingefallen war – angezogen vom Licht der Sonne (antik „luc“). Der Name Basilikata taucht zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 1175 auf und leitet sich wahrscheinlich von „Basilikos“ ab, einem byzantinischen Verwalter.
Als ein vom traditionellen Tourismus bislang wenig frequentiertes Ziel, ist sie noch eher gemütlich und hat eine Menge zu bieten: Gesundheit in den Thermalorten von Rapolla, den Thermen von Ala und Latronico, den Thermen „La Calda“; Natur im Nationalpark von Pollino, im regionalen Naturpark von Gallipoli Cognato und den lukanischen Dolomiten sowie im archäologisch-naturgeschichtlichen Park von Murgia bzw. den Felskirchen des Materano; Geschichte in den Museen von Potenza, Matera, Melfi, Venosa, Metaponto, Policoro, Castel Lagopesole, Irsina; Kultur und Tradition mit Volksfesten und wichtigen Bildhauerausstellungen in Matera und zur Kunst in Maratea.
Gastronomie in den zahlreichen Restaurants in Familienleitung als Herzstück der lukanischen Küche und Gastlichkeit; das Baden im sauberen Wasser von Maratea und Metaponto, Pisticci, Scanzano Jonico, Policoro, Rotondella und Nova Siri.
Eine Fahrt durch die Basilikata: das ist Abenteuer, Endeckungsreise in die Vergangenheit und der Kontakt mit Natur und gastfreundlichen Menschen zugleich.









